Verbände entwickeln einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

30. Oktober 2017

Die drei Verbände INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und vahs bündeln ihre Kräfte: Gemeinsam erarbeiten sie einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Institutionen für Menschen mit Behinderung. Sie werden von Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern aktiv unterstützt und begleitet.

Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) 2014 ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Doch hinsichtlich ihrer Umsetzung gibt es in der Schweiz noch viel zu tun: Noch verhindern vielfältige Barrieren eine echte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an den unterschiedlichsten Lebensbereichen.

Verbände als wichtige Partner für die Umsetzung

Für die Verbände INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und vahs, die die Institutionen für Menschen mit Behinderung in der Schweiz und im Fürstentum Lichtenstein vertreten, ist klar: Die Institutionen und die Verbände mit ihren Sektionen sind wichtige Partner für das Gelingen der Umsetzung der UN-BRK. Einzelne Mitgliederinstitutionen haben bereits eine Pionierrolle übernommen und leben vor, wie Autonomie, Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion im institutionellen Kontext umgesetzt werden können. Die drei nationalen Verbände unterstützen diesen anspruchsvollen Prozess auf politischer und fachlicher Ebene.

Nun haben INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und der vahs entschieden, ihre Kräfte zu bündeln: Mit der neu geschaffenen nationalen Arbeitsgruppe UN-Behindertenrechtskonvention (NAG UN-BRK) wollen sie zum einen die Umsetzung der UN-BRK im institutionellen Kontext gemeinsam und gezielt vorantreiben und zum andern entsprechende Massnahmen auf Verbandsebene erarbeiten. Einzelne Teilprojekte sind auf kantonaler und regionaler Stufe bereits am Laufen.

Menschen mit Behinderung begleiten die Arbeitsgruppe aktiv

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, einen nationalen Aktionsplan und Massnahmenkatalog zur Umsetzung der UN-BRK zu erarbeiten. Begleitet wird die Arbeitsgruppe von Menschen mit Behinderung, die ihre Interessen gezielt einbringen und vertreten. Gemeinsam werden alle Beteiligten konkrete Ziele formulieren und entsprechende Umsetzungsmassnahmen definieren. Daneben wird die Arbeitsgruppe die Mitgliederinstitutionen mit einer breiten Palette an Handlungsmöglichkeiten und Good-Practice-Beispielen bei der Umsetzung der UN-BRK unterstützen. Ziel dabei ist es, dass Menschen mit Behinderung im institutionellen Kontext ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben führen können.

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