29. August 2013 - Medienmitteilung von INSOS Schweiz

Teilhabe und Inklusion - zwei Leitsterne für die Behinderteninstitutionen

29. August 2013

BERN. Teilhabe und Inklusion sind die aktuellen Themen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Mit der parlamentarischen Debatte über die UN-Behindertenrechtskonvention rücken die beiden Paradigmen nun in den Fokus der politischen Diskussion. Während drei Tagen standen sie auch im Zentrum des Kongresses von INSOS Schweiz, an dem rund 200 Verantwortliche aus Schweizer Behinderteninstitutionen teilgenommen haben. Der Kongress ging heute Mittag zu Ende.

„Menschen mit Behinderung haben ein Recht darauf, ihr Leben selbstbestimmt und sinnerfüllt zu gestalten und die dafür erforderliche Betreuung und Begleitung zu erhalten“, betonte Marianne Streiff, Nationalrätin und Präsidentin von INSOS Schweiz, am INSOS-Kongress in Bern. Der dreitägige Kongress widmete sich dem Thema „Teilhabe und Inklusion – Chancen für Menschen mit Behinderung sowie für die tägliche Arbeit der Institutionen“. Über 200 Verantwortliche aus Institutionen für Menschen mit Behinderung haben teilgenommen.

Teilhabe und Inklusion als Schlüsselbegriffe

Teilhabe und Inklusion sind die aktuellen Themen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und nebst gelebter Autonomie für ihre Lebensqualität unerlässlich. Dies hält auch die Charta Lebensqualität fest, welche von INSOS Schweiz kürzlich verabschiedet wurde. Massgeblich beeinflusst wird die Debatte um die beiden Begriffe durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, deren Ratifizierung der Nationalrat in der Sommersession deutlich zugestimmt hat. So ist in der Konvention u.a. die Rede von einer „vollen und wirksamen Teilhabe“ von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft, von ihrer „Einbeziehung in die Gesellschaft“ sowie von ihrer Akzeptanz als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit.

Institutionen stellen sich der Herausforderung

Die Paradigmen Autonomie, Teilhabe und Inklusion stellen die Institutionen im konkreten Alltag immer wieder vor Herausforderungen. „Die Institutionen haben sich diesen Herausforderung Tag für Tag neu zu stellen und das Möglichste zu unternehmen, damit Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und ohne Bevormundung leben und arbeiten können“, betonte INSOS-Präsidentin Marianne Streiff. Längst haben sich die Institutionen auf den Weg gemacht. Und bereits ist es vielen gelungen, trotz ihrer institutionellen Grundstrukturen Teilhabe und Inklusion zu leben. Dies belegen die Best-Practice-Beispiele, die am INSOS-Kongress präsentiert wurden, auf eindrückliche Weise (> zu den Referaten). „Die Institutionen sind gut unterwegs“, resümierte Marianne Streiff am INSOS-Kongress in Bern. „Und mit der UN-Behindertenrechtskonvention signalisiert nun auch die Schweiz, dass sie auf dem Weg in eine Zukunft ist, in der Menschen mit Behinderung gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft sind und nicht mehr ausserhalb stehen, sondern mittendrin.“

> die Kongress-Präsentationen auf einen Blick

Kontakt

Marianne Streiff-Feller, Nationalrätin, Präsidentin INSOS Schweiz, Tel. 079 664 74 57

Peter Saxenhofer, Geschäftsführer INSOS Schweiz, Tel. 079 643 34 15