21. Juni 2013 - Medienmitteilung von INSOS Schweiz

Abschreibung der IV-Revision 6b: Zu wenig nachhaltig

21. Juni 2013

CURAVIVA Schweiz und INSOS Schweiz sind einerseits erleichtert, dass die vorgeschlagenen Sparmassnahmen in der Invalidenversicherung im Parlament keine Mehrheit gefunden haben – zumal diese zu Lasten der Menschen mit Behinderung gegangen wären. Andererseits ist mit diesem Entscheid die finanzielle Situation der IV noch nicht nachhaltig gelöst.

Die nationalen Dachverbände INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz sind erleichtert, dass die vom Bundesrat vorgeschlagenen Sparmassnahmen auf Kosten von Menschen mit Behinderung im Parlament keine Mehrheit gefunden haben. Nun gilt es, die Revisionen 5 und 6a weiterhin umzusetzen, deren Wirkung sorgfältig zu überprüfen und wenn nötig entsprechende Korrekturen vorzunehmen.

Mit dem Entscheid der grossen Kammer sind die finanziellen Probleme der IV jedoch noch nicht gelöst. In der aktuellen politischen Diskussion wird offensichtlich, dass die Schweiz noch einen weiten Weg vor sich hat, um die Invalidenversicherung für die Zukunft so zu stärken, dass sie Menschen mit Behinderung weiterhin die effektive Teilhabe in der Gesellschaft gewährleistet. Den Menschen mit Behinderung soll auch in Zukunft möglichst hohe Lebensqualität, die Möglichkeit einer Arbeit nachzugehen und ein selbstbestimmtes Leben über dem Existenzminimum gewährleistet werden.

Kontakt:

Christina Affentranger Weber, Vorsitzende der Fachkonferenz Erwachsene Menschen mit Behinderung von CURAVIVA Schweiz
christina.horisberger@bluewin.ch / 079 280 30 54

Peter Saxenhofer, Geschäftsführer von INSOS Schweiz
peter.saxenhofer@insos.ch / 079 643 34 15