MEDIENMITTEILUNG: Botschaft zur IV-Weiterentwicklung

Weiterentwicklung der IV: Berufliche Bildung ist wichtig – auch im geschützten Bereich

16. Februar 2017

Die Revision im Rahmen der Weiterentwicklung der IV, die der Bundesrat gestern ans Parlament überwiesen hat, sieht bei der beruflichen Integration von Jugendlichen und von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung zahlreiche Verbesserungen vor. Die Botschaft hält zudem fest, dass auch junge Versicherte, die den Anforderungen einer eidg. anerkannten beruflichen Grundbildung nicht gewachsen sind und vermutlich nie ein rentenbeeinflussendes Einkommen erwerben werden,  eine zweijährige berufliche Ausbildung absolvieren können – dies auch im sogenannten zweiten Arbeitsmarkt.

INSOS Schweiz heisst die Gesetzesvorlage, welche der Bundesrat heute zuhanden des Parlaments verabschiedet hat, grundsätzlich gut. Das revidierte Gesetz führt zu wesentlichen Verbesserungen der beruflichen Eingliederungschancen von Menschen mit Beeinträchtigung und schliesst wichtige Lücken. Erfreulich ist zudem, dass die Weiterentwicklung der IV nicht mit einer Sparübung verknüpft ist.

Ausbildung im geschützten Bereich gewährleistet

INSOS Schweiz ist darüber erfreut, dass die in Art. 16 IVG verankerte Ausrichtung der erstmaligen beruflichen Ausbildungen auf den sogenannten ersten Arbeitsmarkt gemäss Botschaft nicht mit einem Rückzug der IV aus der Finanzierung von Erstausbildungen im geschützten Rahmen einhergeht.

Keine Parallelstrukturen aufbauen

INSOS Schweiz plädiert für eine verbindliche Zusammenarbeit der wichtigsten Instanzen für die Optimierung der beruflichen Teilhabe, wie sie in Art. 68sexies IVG vorgesehen ist. Der Branchenverband setzt grosse Hoffnung in die «Nationale Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen», an welcher er sich aktiv einbringt. Eine Koordination und Kooperation fordert INSOS auch bzgl. des geplanten Ausbaus der Beratung und Begleitung (Art. 14quater IVG). 
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