Praktische Ausbildung nach INSOS (PrA)

INSOS Schweiz hat im August 2007 die praktische Ausbildung (PrA) nach INSOS lanciert. Dies ist das erste einheitliche und institutionalisierte Berufsbildungsangebot für junge Menschen mit Behinderung. Mit der PrA ist es INSOS Schweiz somit gelungen, im eidgenössischen Berufsausbildungssystem eine Lücke zu schliessen. INSOS Schweiz setzt sich dafür ein, dass die PrA von den Branchenverbänden und Berufsbildungsämtern anerkannt wird.

Niederschwellig und individualisiert

Dieses niederschwellige und auf die individuellen Ressourcen ausgerichtete Berufsbildungsangebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, welche den Anforderungen einer beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) nicht gewachsen sind. Die PrA gibt ihnen eine Zukunftsperspektive und erhöht ihre Integrationschancen im ersten Arbeitsmarkt.

1200 Jugendliche, 52 Berufsrichtungen

Heute bieten bereits 170 INSOS-Institutionen PrA-Ausbildungsplätze an. Sie bilden jedes Jahr rund 1’200 junge Menschen mit Behinderung aus. Diese können zwischen über 50 Berufsrichtungen wählen.

30-40% finden danach eine Anschlusslösung im ersten Arbeitsmarkt.

Individueller Kompetenznachweis

Um die Anerkennung der PrA bei den Branchenverbänden zu verbessern, hat INSOS Schweiz einen individuellen Kompetenznachweis eingeführt, der in Partnerschaft mit Vertretern der Arbeitsorganisation ausgearbeitet wurde: Diese teilstandardisierte Bescheinigung dokumentiert die persönlichen Fähigkeiten der PrA-Absolvent/innen.
Mehr zum individuellen Kompetenznachweis

Integrationsstudie

Im Jahr 2014 hat eine Studie gezeigt, dass die PrA eine Voraussetzung für berufliche Integration ist, es aber noch mehr braucht, damit diese gelingt. Erfolgsgeschichten von Absolventinnen und Absolventen kennzeichnet ein langfristiges und kontinuierliches Übergangsmanagement, welches individuelle Lösungen und einen flexiblen Wechsel von Phasen mit und ohne Unterstützungsleistungen zulässt.
Diese Studie wurde von der Hochschule für soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) durchgeführt und von INSOS Schweiz unterstützt und begleitet.