Coronavirus | Verschärfte Massnahmen treffen auch die sozialen Institutionen

13.03.2020 / NEWS

Schulschliessungen. Eingeschränkte Grenzübergänge. Ein Veranstaltungsverbot ab 100 Personen. Der Bundesrat will die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen und hat deshalb heute seine Massnahmen weiter verschärft. Sie betreffen auch die Institutionen für Menschen mit Behinderung.

"Die Situation ist schwierig, aber wir haben die Mittel, um ihr finanziell und medizinisch zu begegnen." Mit diesen Worten eröffnete Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die heutige Medienkonferenz zum neuen Coronavirus. Der Bundesrat verfolge mit seinen Massnahmen zwei Ziele: 

  1. die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und
  2. Betriebe, Angestellte und Selbstständige zu unterstützen.

Der Bundesrat wolle die Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz gezielt verlangsamen. "Das gelingt nur mit einschneidenden Massnahmen, die wir alle im Alltag spüren werden", betonte Sommaruga.

 

Die 4 Massnahmen und ihre Folgen

  1. Schulen werden schweizweit geschlossen. In Schulen und Hochschulen darf bis 4. April vor Ort kein Unterricht stattfinden. Kinderkrippen sind in der Verantwortung der Kantone.
    Hinweis: Dieser Entscheid betrifft Mitarbeitende, die schulpflichtige Kinder haben, und Sie unmittelbar. Schulen werden teilweise Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Die Betreuung durch die Grosseltern ist zu verhindern. Diese Ausnahmesituation erfordert von Teams auch eine erhöhte Flexibilität und die Bereitschaft, z.B. durch Diensttausch oder Zusatzdienste die Betreuung der Klient*innen sicherzustellen.

  2. Schengen-Grenzkontrollen werden eingeführt. Per sofort werden an allen Binnengrenze Schengen-Grenzkontrollen eingeführt. Damit bleibt auch die Einreise aus Italien eingeschränkt. Schweizerinnen und Schweizer sowie Personen, die in der Schweiz arbeiten, dürfen jedoch weiterhin die Grenze passieren. Sie müssen dies an der Grenze belegen können.
    Hinweis: Grenzgänger*innen, die in einer Institution im Grenzgebiet arbeiten, können weiterhin mit einer Einreise rechnen.
  3. Veranstaltungsverbot wird verschärft. Öffentliche oder private Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen werden verboten. Dies gilt auch für Freizeitbetriebe wie Museen, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete. In Restaurants, Bars und Clubs dürfen sich max. 50 Personen aufhalten. Veranstaltungen mit weniger Teilnehmenden müssen spezifische Kriterien erfüllen, damit sie durchgeführt werden können.
    Hinweis: Institutionen, die kleinere Veranstaltungen planen, beachten strikt die Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundes, die Empfehlungen des BAG und die Vorgaben ihres Kantons.

  4. Wirtschaft wird unterstützt. Der Bundesrat lanciert ein Soforthilfe-Programm für die Wirtschaft und stellt dafür 10 Milliarden Franken zur Verfügung. Oberste Priorität habe die Lohnfortzahlung der Mitarbeitenden.
    Heinweis: Muss auch Ihre Institution Angebote wie öffentliche Restaurants schliessen? Dann prüfen Sie, ob Sie durch die Kurzarbeitsentschädigung Entlassungen vermeiden können. SECO zu Kurzarbeitsentschädigungen

BAG | Alle Massnahmen auf 1 Blick 

 

Webdossier Coronavirus

In unserem fortlaufend aktualisierten Webdossier finden Institutionsleitungen

  • aktuelle Informationen, Dokumente und Links zum neuen Coronavirus sowie
  • ein FAQ mit den häufigsten Fragen zum Schutz der Menschen in Ihrer Institution sowie zu Arbeitgeberthemen.

 

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