Rosinen aus dem Bundeshaus - Wintersession 2016

22.12.2016 / SESSIONSRÜCKBLICKE

Reform der Altersvorsorge 2020

Die Rentenreform 2020 wurde vom Ständerat behandelt, der dem Nationalrat in mehreren Punkten nicht gefolgt ist. So hat es der Ständerat beispielsweise abgelehnt, auf den vom Nationalrat hinzugefügten Mechanismus einzutreten, mit dem das Rentenalter automatisch bis 67 Jahre erhöht würde, sobald der AHV-Fonds unter 80 % seiner Jahresausgaben sinkt und keine Reform eingeleitet wird. Ausserdem hat der Ständerat (im Gegensatz zum Nationalrat) beschlossen, den Zuschlag von CHF 70 auf der AHV-Altersrente und die Erhöhung des Ehepaar-Plafonds von 150 auf 155 % beizubehalten, um die Rentensenkung in der zweiten Säule auszugleichen.

Hingegen stimmen der Nationalrat und der Ständerat darin überein, das Frauenrentenalter auf 65 Jahre zu erhöhen und den BVG-Umwandlungssatz auf 6,0 % zu senken.

Der Nationalrat wird seine Beratungen zu diesem Thema in der Frühjahrssession fortsetzen (ab dem 27. Februar 2017).