Coronavirus

Hier finden Institutionsleitende wichtige Informationen, Dokumente und Links zum neuen Coronavirus. Im FAQ Coronavirus beantworten wir häufige Fragen zum Schutz der Menschen in Ihrer Institution sowie zu Arbeitgeberthemen.

Aktualisiert am 30.3.2020, 15.00 Uhr

INSOS Schweiz verzichtet bewusst auf eigene Empfehlungen an die Mitgliedsinstitutionen, da sie unterschiedlich aufgestellt sind und wir ihrer konkreten Situation nicht gerecht werden könnten. Wir bereiten jedoch die Informationen des Bundes spezifisch für die Institutionen auf und stellen sie Ihnen hier zur Verfügung.

 

Für Institutionsleitende

Coronavirus - Rechtliche Fragen

Coronavirus-Newsletter

FAQ Coronavirus

Allgemeine Informationen


Der Bund
veröffentlich fortlaufend Informationen und allgemeine Empfehlungen für die ganze Bevölkerung:


Die Kantone haben Vorgaben und Empfehlungen veröffentlicht, die zum Teil weiter und stärker ins Detail gehen als die Empfehlungen des Bundes:


Infolines des Bundes

  • BAG-Infoline | Für allgemeine Fragen zum Coronavirus
    W
    ährend 24 Stunden erreichbar.
    Tel. 058 463 00 00
  • BAG-Infoline | Für medizinische Fragen zum Umgang mit Patient*innen
    Auch für Fachpersonen aus sozialen Institutionen. Konsultieren bitte zuerst die Hausärzt*innen.
    Täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
    Tel. 058 462 21 00
  • SECO-Infoline | Für Unternehmen
    Von Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr erreichbar.
    Tel. 058 462 00 66
 

Wichtige Dokumente für Institutionsleitende

 

Ausweitung und Vereinfachung Kurzarbeit

  • Die Voranmeldung für Kurzarbeit ist aufgehoben und die Bewilligungsdauer von 3 auf 6 Monate verlängert worden. 
  • Die Kurzarbeitsentschädigung kann auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen sowie für Temporärarbeitende ausgerichtet werden. Zudem ist der Arbeitsausfall auch für Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, anrechenbar.

SECO | Ausweitung und Vereinfachung Kurzarbeit

 

Überbrückungshilfen

  • Mit Hilfe von Überbrückungskrediten stellt der Bundesrat Unternehmen ausreichend Liquidität zur Verfügung, damit sie trotz Corona-bedingten Umsatzeinbussen ihre laufenden Fixkosten decken können.
  • Seit 26. März werden Kredite bis zu 500'000 Franken unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100% vom Bund abgesichert. Der Zinssatz ist auf null Prozent festgelegt. Kreditanträge können unter folgender Website beantragt werden: https://covid19.easygov.swiss/

Medienmitteilung des Bundesrats


Empfehlungen zu Besuchen und Ausflügen

In einem Schreiben hat Bundesrat Alain Berset unsere Mitgliedsorganisationen über ein Besuchs- und Ausflugsverbot für soziale Institutionen, Spitäler, Alters- und Pflegeheime informiert. Dieses Schreiben führte zu Irritationen, weil die Besuchs- und Ausflugsregelungen teilweise nicht mit den Vorschriften in den Kantonen übereinstimmen.

Auf Anfrage hat das Eidg. Departement des Innern (EDI) präzisiert,

  • dass es sich beim Besuchs- und Ausgehverbot um Empfehlungen und nicht um verbindliche Anordnungen des Bundes handlelt
  • dass für soziale Institutionen auch massgeschneiderte, auf den Einzelfall bezogene Lösungen möglich bleiben solllen
  • dass die Kantone für die Regulierung zuständig (COVID-Verordnung 2, Art. 1a) sind, da dieser Bereich nicht bundesrechtlich in der Covid-Verordnung geregelt ist.
  • dass es ein entsprechendes Schreiben auch an die Kantone gesendet hat. Dies mit der Bitte, die Besuche in diesen Institutionen entsprechend den Empfehlungen des BAG zu regulieren.


Was heisst das laut EDI für die Institutionen?

  • Gibt es weitergehende kantonale Regelungen? Dann gilt es diese einzuhalten, weil der Kanton für die Regulierung in diesem Bereich zuständig ist.
  • Gibt es «mildere» kantonale Regelungen? Dann sollen sich die Institutionen an die strengere BAG Empfehlungen freiwillig halten.
  • Gibt es keine kantonalen Regelungen? Dann sollen sich die Institutionen freiwillig an die BAG Empfehlungen halten.

 

Empfehlungen zum Umgang mit Erkrankten

Das BAG hat neue Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen in Kraft gesetzt.

Diese gelten laut BAG explizit auch für Institutionen für Menschen mit Behinderung. Das Dokument äussert sich im Detail

  • zum Umgang mit symptomatischen Personen
  • zum Umgang mit Kontakten von symptomatischen Personen
  • zum Kreis der Personen, die bei Verdacht auf eine Ansteckung getestet werden.


Wichtig: Laut BAG gehören Fachpersonen aus sozialen Institutionen, die Kontakt mit besonders gefährdeten Gruppen haben, gehören ebenfalls in den Testkreis auf Coronavirus. Das heisst: Sollten sie Symptome haben, werden sie wie die Gesundheitsfachpersonen auf das Virus getestet.

Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen

 

Pflicht der Arbeitgeber im Umgang mit besonders gefährdeten Arbeitnehmenden

Der Bundesrat die COVID-Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus überarbeitet – und die Pflichten der Arbeitgeber im Umgang mit besonders gefährdeten Arbeitnehmenden gelockert. Gewerkschaften haben dies bereits kritisiert.

Art. 10c der Verordnung wurde wie folgt ergänzt:
Können Arbeitstätigkeiten aufgrund der Art der Tätigkeit oder mangels realisierbarer Massnahmen nur am üblichen Arbeitsort erbracht werden, so sind die Arbeitgeber verpflichtet, mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherzustellen.

Gemäss Auskunft des BAG dürfen besonders gefährdete Mitarbeitende in sozialen Institutionen, Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen weiterhin arbeiten, wenn

  • die Arbeit nicht von zuhause aus erfolgen kann,
  • es der Gesundheitszustand der Mitarbeitende zulässt und
  • der Arbeitgeber die nötigen Massnahmen zur Einhaltung der Empfehlungen des Bundes (allgemeine Schutz- und Hygienemassnahen  resp. Massnahmen für Gesundheits- und Betreuungsfachpersonen ) getroffen hat.

COVID-19-Verordnung 2 > Pflicht der Arbeitgeber (Art. 10c)

 

Weitere nützliche Dokumente und Links

 

Coronavirus - Rechtliche Fragen

In unserem kompakten Q&A finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen, die bei der Rechtsberatung und auf der Geschäftsstelle von INSOS Schweiz eintreffen. Das Dokument wird laufend aktualisiert.

Die Themen:

  • Schutzpflichten des Arbeitgebers
  • Abwesenheiten vom Arbeitsplatz
  • Ferien während der Pandemie
  • teilweise Betriebsschliessung

 

Covid-19 | Oft gestellte Rechtsfragen

 

Coronavirus-Newsletter

In unserem Coronavirus-Newsletter fassen wir Empfehlungen, Massnahmen und Entscheidungen zusammen, die für soziale Institutionen relevant sind.

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FAQ Coronavirus


Vorlagen des Bundes

Folgende Dokumente des BAG und des SECO erleichtern Ihnen die Situationserfassung und Pandemieplanung in Ihrem Betrieb:

 

Zwei Praxisbeispiele aus unserer Branche

Die Stiftung Brändi und die Stiftung azb haben uns ihren Pandemieplan zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Die Konzepte können als Anschauungsbeispiele dienen und Hinweise für die nächsten Schritte liefern.

Passwortgeschützt. Sie haben noch kein Passwort? Hier können Sie sich registrieren


Besonders gefährdet sind Personen ab 65 Jahren sowie Personen mit einer dieser Vorerkrankungen:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs


Sobald eine Person mit Behinderung einem dieser Kriterien entspricht, gilt auch sie als besonders gefährdete Person.


Die sechs Hygiene- und Verhaltensregeln des BAG - mit Videos

  1. Regelmässig und gründlich Hände mit Wasser und Seife waschen. VIDEO
  2. Abstand halten (mindestens 2 Meter; sonst maximal 15 Minuten)
  3. In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen. VIDEO
  4. Händeschütteln vermeiden.
  5. Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben. VIDEO
  6. Nur nach telefonischer Anmeldung in eine Arztpraxis oder Notfallstation.


BAG | Alle Schutzempfehlungen in der Übersicht

BAG | Plakat "Neues Coronavirus: So schützen wir uns"

BAG | Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache

BAG | Informationen zum Coronavirus in Gebärdensprache

UK | Schutzmassnahmen in Piktogrammen und Leichte Sprache (Autorin: Sabine Lang)

 

Selbst-Isolierung und Selbst-Quarantäne

Damit sich das Virus nicht ungehindert weiterverbreitet, fordert das BAG dazu auf, selbstverantwortlich mit Krankheitssymptomen umzugehen. Kranke Personen sollen sich in die Selbstisolierung und Selbst-Quarantäne begeben.

BAG | Informationen zur Selbst-Isolierung
BAG | Informationen zur Selbst-Quarantäne


BAG-Empfehlungen für die Arbeitswelt

Der Bund hat Empfehlungen für die Arbeitswelt veröffentlicht. Ihr Ziel ist der Schutz von Menschen ab 65 Jahren und mit bestehender Vorerkrankung.

BAG | Empfehlungen für die Arbeitswelt (Website)
BAG | Empfehlungen für die Arbeitswelt (PDF)

Schutz von besonders gefährdeten Mitarbeitenden

Der Bundesrat die COVID-Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus überarbeitet – und die Pflichten der Arbeitgeber im Umgang mit besonders gefährdeten Arbeitnehmenden gelockert.

Art. 10c der Verordnung wurde wie folgt ergänzt:
Können Arbeitstätigkeiten aufgrund der Art der Tätigkeit oder mangels realisierbarer Massnahmen nur am üblichen Arbeitsort erbracht werden, so sind die Arbeitgeber verpflichtet, mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherzustellen.

Gemäss Auskunft des BAG dürfen besonders gefährdete Mitarbeitende in sozialen Institutionen, Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen weiterhin arbeiten, wenn

  • die Arbeit nicht von zuhause aus erfolgen kann,
  • es der Gesundheitszustand der Mitarbeitende zulässt und
  • der Arbeitgeber die nötigen Massnahmen zur Einhaltung der Empfehlungen des Bundes (allgemeine Schutz- und Hygienemassnahen  resp. Massnahmen für Gesundheits- und Betreuungsfachpersonen ) getroffen hat.

COVID-19-Verordnung 2 > Pflicht der Arbeitgeber (Art. 10c)


Integrationsbetriebe (Werkstätten), Ausbildungsbetriebe, Tagesstätten sind derzeit besonders gefordert, weil

  • vermutlich ein grosser Teil der Arbeitnehmenden mit Beeinträchtigungen zu den besonders gefährdeten Personen gehören.
  • Arbeitnehmende mit einer psychischen, kognitiven oder komplexen Beeinträchtigung ihre gesundheitliche Situation selber zu wenig gut einschätzen können.
  • Arbeitnehmende mit einer psychischen, kognitiven oder komplexen Beeinträchtigung je nach Behinderungsgrad die Hygienevorschriften nicht umsetzen können.  



Aus Sicht von INSOS Schweiz ist es deshalb für diese Betriebe wichtig,

  • die Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und Abstand strikt einzuhalten und
  • zu prüfen, welche Mitarbeitenden besonders gefährdet sind und gemäss Verordnung 2 beurlaubt werden sollten.


Dies kann zur Folge haben, dass Integrationsbetriebe Lieferfristen nicht mehr einhalten können. Probleme mit Lieferfristen haben im Übrigen auch zahlreiche Betriebe im allgemeinen Arbeitsmarkt. Es ist davon auszugehen, dass Kund*innen mit Verständnis reagieren, wenn die Betriebe über ihre Lage transparent informieren.

COVID-19-Verordnung 2 > Pflicht der Arbeitgeber (Art. 10c)

 

Besonders gefährdet sind alle Menschen ab 65 Jahren oder mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen oder Diabetes.
Wenn besonders gefährdete Mitarbeitende mit Behinderung
in einer Werkstätte, Ausbildungsstätte oder Tagesstätte tätig sind, kommt aus Sicht von INSOS Schweiz diese Bundesregelung auch dort zur Anwendung.




Wichtig:

  • Beachten sie die Umsetzung dieser Verordnung in Ihrem Kanton.

 

Laut BAG sollen Fachpersonen aus sozialen Institutionen die Empfehlungen und Massnahmen befolgen, die auch für Gesundheitsfachpersonen in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern und bei der Spitex gelten.

Das heisst:

  1. Wenn eine Fachperson krank ist oder sich krank fühlt, soll sie sich in die Selbst-Isolation begeben.
  2. Wenn eine Fachperson Symptome hat, die auf eine Ansteckung mit dem Virus hindeuten (z.B. nach einem ungeschützten Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten Person), wird sie wie die Gesundheitsfachpersonen auf das Virus getestet. Die Fachperson muss aufhören zu arbeiten, ihren Arbeitgeber benachrichtigen und telefonisch Kontakt mit einer Ärztin oder einem Arzt aufnehmen, um über die erforderlichen Massnahmen zu entscheiden.

BAG | Empfehlungen für Pflegeheime und Institutionen für Menschen mit Behinderung

BAG | Anweisungen zur Selbst-Isolierung bei Fieber und Husten


Das BAG hat Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen in Kraft gesetzt.

Diese gelten laut BAG explizit auch für Institutionen für Menschen mit Behinderung. Das Dokument äussert sich im Detail

  • zum Umgang mit symptomatischen Personen
  • zum Umgang mit Kontakten von symptomatischen Personen
  • zum Kreis der Personen, die bei Verdacht auf eine Ansteckung getestet werden.


Wichtig: Laut BAG gehören Fachpersonen aus sozialen Institutionen, die Kontakt mit besonders gefährdeten Gruppen haben, ebenfalls zum Testkreis auf Coronavirus. Das heisst: Sollten sie Symptome haben, werden sie wie die Gesundheitsfachpersonen auf das Virus getestet.

Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen

 

In einem Schreiben hat Bundesrat Alain Berset unsere Mitgliedsorganisationen über ein Besuchs- und Ausflugsverbot für soziale Institutionen, Spitäler, Alters- und Pflegeheime informiert. Dieses Schreiben führte zu Irritationen, weil die Besuchs- und Ausflugsregelungen teilweise nicht mit den Vorschriften in den Kantonen übereinstimmen.

Auf Anfrage hat das Eidg. Departement des Innern (EDI) am 23. März präzisiert,

  • dass es sich beim Besuchs- und Ausgehverbot um Empfehlungen und nicht um verbindliche Anordnungen des Bundes handlelt
  • dass für soziale Institutionen auch massgeschneiderte, auf den Einzelfall bezogene Lösungen möglich bleiben solllen
  • dass die Kantone für die Regulierung zuständig (COVID-Verordnung 2, Art. 1a) sind, da dieser Bereich nicht bundesrechtlich in der Covid-Verordnung geregelt ist.
  • dass es ein entsprechendes Schreiben auch an die Kantone gesendet hat. Dies mit der Bitte, die Besuche in diesen Institutionen entsprechend den Empfehlungen des BAG zu regulieren.


Was heisst das laut EDI für die Institutionen?

  • Gibt es weitergehende kantonale Regelungen? Dann gilt es diese einzuhalten, weil der Kanton für die Regulierung in diesem Bereich zuständig ist.
  • Gibt es «mildere» kantonale Regelungen? Dann sollen sich die Institutionen an die strengere BAG Empfehlungen freiwillig halten.
  • Gibt es keine kantonalen Regelungen? Dann sollen sich die Institutionen freiwillig an die BAG Empfehlungen halten.