Coronavirus | Infos für Arbeitgeber


Der Bundesrat lockert die Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus schrittweise:


Ab 30. Mai
gelten folgende Lockerungen:

  • Spontane Versammlungen: Im öffentlichen Raum dürfen spontane Versammlungen mit bis zu 30 Personen wieder stattfinden.   

 

 Ab 6. Juni gelten folgende Lockerungen:   

  • Veranstaltungen: Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen sind wieder erlaubt (z.B. Familienanlässe, Konzerte, Theatervorstellungen). Der Bundesrat wird am 24. Juni 2020 über Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen und weitere Lockerungen entscheiden. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bleiben bis 31. August 2020 untersagt.
  • Lager und Freizeitangebote: Ferienlager gelten ebenfalls als Versammlungen und sind deshalb mit bis zu 300 Teilnehmenden sowie mit Schutzkonzept, gleichbleibender Teilnehmendenzahl und Präsenzlisten wieder erlaubt. Auch Bergbahnen, Campingplätze, Zoos, Schwimmbäder etc. können wieder öffnen.
  • Restaurants: In Restaurants wird die Beschränkung auf vier Personen aufgehoben. Damit die Nachverfolgung von Kontakten sichergestellt werden kann, sind Restaurants verpflichtet, bei Gruppen von mehr als vier Personen die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch aufzunehmen. Zwischen den Tischen gelten laut Bundesrat Alain Berset weiterhin 2 Meter Abstand. Das Branchen-Schutzkonzept finden Sie bei GastroSuisse.
  • Berufs-, Mittel- und Hochschulen: Der Präsenzunterricht kann wieder stattfinden.
  • Grenzöffnungen: Mit Deutschland, Frankreich und Österreich sind Grenzöffnungen per 15. Juni vereinbart worden. Nach Italien bleibt die Schweizer Grenze weiterhin zu. Die Schweiz will bis 6. Juli mit allen EU/Efta-Ländern die Reisefreiheit wiederherstellen.

 

Dokumente

 

Medienmitteilungen

 

Schutzkonzepte für soziale Institutionen

INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz haben für ihre Mitgliedsinstitutionen aus dem Pflege- und Sozialbereich Grundlagen für ihre Schutzkonzepte erarbeitet.
Sie finden diese Grundlagen in der Rubrik "Schutzkonzept".

Zur Grundlagen für Schutzkonzepte

 

 

Besuchsregelungen für soziale Institutionen

Im Rahmen der Lockerungsmassnahmen sind die Besuchsregeln aus Sicht des BAG weniger strikt als bisher. Mehr auf der Seite "Infos für den Alltag" unter "Besuchs- und Ausgehverbot" .

Zur Seite "Infos für den Alltag"

 

 

Der Bund hat Empfehlungen und Weisungen für Arbeitgeber veröffentlich, die sich zu Arbeitnehmenden äussern:

  1. Vorgaben für Schutzkonzepte
  2. Empfehlungen des BAG für Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
  3. Pflicht der Arbeitgeber gegenüber besonders gefährdeten Arbeitnehmenden
  4. Empfehlungen des BAG zum Umgang mit erkrankten (Fach-)Personen
  5. Empfehlungen von INSOS zum Umgang mit Arbeitnehmenden mit Behinderung
  6. Testkriterien und Vergütung der COVID-19-Tests

 


1. Vorgaben für Schutzkonzepte

Einrichtungen und Betriebe müssen für alle Bereiche Schutzkonzepte erstellen und umsetzen.

 
2. BAG-Empfehlungen für Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Das Dokument informiert über:

  • Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
  • Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen
  • Umgang mit symptomatischen Personen und Kohortierung
  • Umgang mit Personal, das ungeschützten Kontakt mit erkrankten oder symptomatischen Personen hatte

Empfehlungen für Einrichtungen für Menschen mit Behinderung (11.5.2020)

 

3. Pflicht der Arbeitgeber gegenüber besonders gefährdeten Arbeitnehmenden

 

4. BAG-Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten (Fach-)Personen

Das Dokument informiert über:

  • Kriterien für die Durchführung des COVID-Tests
  • Isolationsmassnahmen
  • Meldekriterien
  • SwissCovidApp

Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen (27.5.2020)


5. Empfehlungen von INSOS zum Umgang mit Arbeitnehmenden mit Behinderung

Aus Sicht von INSOS Schweiz ist es für Integrationsbetriebe, Ausbildungsbetriebe und Tagesstätten wichtig,

  • die Empfehlungen des BAG betreffend Schutz, Hygiene und Abstand (mind. 2 Meter)  strikt einzuhalten und
  • zu prüfen, welche Mitarbeitenden besonders gefährdet sind und gemäss COVID-Verordnung 2 (Art. 10c) beurlaubt werden sollten.

Wichtig: Beachten Sie insbesondere die Weisungen Ihres Kantons.

 

 

6. Testkriterien und Vergütung der Tests  


Kriterien:

Laut BAG ist bei Betreuungspersonen dann ein COVID-Test zwecks Abklärung einer allfälligen Berufskrankheit angezeigt, wenn diese

  • direkten Kontakt mit infizierten Personen haben (spezifisches Expositionsrisiko) und
  • Symptome aufweisen (vgl. 4.1.2 im Faktenblatt).

BAG | Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien (18.05.2020)

BAG | Website zum Umgang mit Erkrankten und ihren Kontakten


Kostenübernahme:

  • Betreuungspersonal mit spezifischem Expositionsrisiko und mit Symptomen:
    Die Unfallversicherung (UV) übernimmt die Test- und Behandlungskosten, wenn eine Unfallmeldung gemacht wird. Jeder Fall wird überprüft.
  • Betreuungspersonal mit spezifischem Expositionsrisiko und ohne Symptome:
    Die Test-Kosten gehen zu Lasten der Institution. Die Kosten einer allfälligen medizinischen Behandlung gehen zu Lasten der Unfallversicherung.
  • Betreuungspersonal ohne spezifisches Expositionsrisiko und mit Symptomen:
    Hier gilt die selbe Regelung wie bei der übrigen Bevölkerung (vgl. 4.1.1). Je nach Ausgangslage übernimmt der Kanton oder die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten.

BAG | Faktenblatt Coronavirus: Kostenübernahme der Analyse und medizinischen Leistungen (27.05.2020)

 

 

Keine Lehrabschlussprüfungen in Allgemeinbildung und Berufskunde
Die Verbundpartner der Berufsbildung haben sich in der ausserordentlichen Lage auf ein gemeinsames, nationales Vorgehen geeinigt. Der Bundesrat hat dieses gutgeheissen und entschieden:

  • Es finden keine Abschlussprüfungen in Allgemeinbildung und in Berufskunde statt. Es gelten stattdessen die Erfahrungsnoten.
  • Für den Qualifikationsbereich praktische Arbeit wird pro berufliche Grundbildung eine in allen Kantonen und an allen Prüfungsorten durchführbare Variante gewählt.

Sie finden alle Informationen und Entscheidungen auf der  Website Berufliche Bildung 2030. Bei der PrA hält sich INSOS Schweiz ebenfalls an die Abmachungen der Verbundpartner der Berufsbildung. Ziel ist es, allen Lernenden diesen Sommer den Abschluss zu ermöglichen.

 Coronavirus | berufsbildung 2030

 

 

Einsatz von Lernenden bei Personalmangel
Der mit der aktuellen Situation verbundene Personalmangel kann zu Mehreinsätze von Lernenden führen. Die Verbundpartner der Berufsbildung haben die Regelungen präzisiert, die dabei beachtet werden müssen.

  • Der Ausbildungsauftrag soll grundsätzlich nicht vernachlässigt werden.
  • Die Vorgaben des BAG gilt es einzuhalten.

Einsatz von Lernenden

 


Seit Anfang April erhalten Betriebe, die IV-Eingliederungsmassnahmen wegen der Coronakrise nicht vollumfänglich umsetzen können, 70 Prozent des Tarifs.


Diese Kürzung und die zusätzlichen Ausfälle können die hauptsächlich IV-finanzierten Leistungserbringer mittelfristig in eine finanzielle Notsituation bringen.
Die COVID-bedingte Situation darf nicht in einer Sparübung enden.


Kurzfristig ist ihre Situation zwar abgefedert
(vgl. IVSK-Empfehlungen und IVSK-Erläuterungen). Doch mittelfristig könnten aufgrund der aktuellen Situation und der kommenden Rezession das Auftragsvolumen (IV-Verfügungen und Produktionsaufträge) sowie die Integrationserfolge drastisch sinken.


Hierfür braucht es andere Überlegungen
als den Verweis auf Kurzarbeitsentschädigung oder Überbrückungskredite. Es geht um die Zukunft der Arbeitsintegrationsangebote von Menschen mit Leistungsbeeinträchtigung.

  • Ende April haben wir zusammen mit CURAVIVA Schweiz, Arbeitsintegration Schweiz und Supported Employment Schweiz einen Forderungskatalog verschickt.
  • Ende Mai traf sich INSOS Schweiz mit BSV-Direktor Stéphane Rossini und Stefan Ritler, Leiter Geschäftsfeld Invalidenversicherung, zu einem Gespräch.


An einem Folgemeeting mit dem BSV, der IVSK und INSOS Schweiz sollen gemeinsam mögliche Lösungen erarbeitet werden.


Die notrechtlich verordneten Massnahmen im Bereich Kurzarbeit werden im Rahmen der Lockerungsetappen schrittweise aufgehoben.


Neu ab 1. Juni

  • Wegfall des Anspruchs auf Kurzarbeit für Arbeitgebende sowie für mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner*innen per Ende Mai.
  • Wegfall des Anspruchs auf Kurzarbeit für Lernende. Sie sollen ihre Ausbildung möglichst rasch fortsetzen.
  • Wiedereinführung der Voranmeldefrist.

 

Neu ab 1. September

Die übrigen notrechtlichen Massnahmen enden am 31. August 2020 mit dem Ablauf der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19).

Es bleibt den Unternehmen weiterhin möglich, aufgrund des Coronavirus das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen, um Arbeitsplätze zu erhalten.


Wichtige Links

 

Weitere Dokumente

 

 

INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz haben zur Erfassung der ausserordentlichen Kosten Empfehlungen erarbeitet.

Diese Empfehlungen erlauben es, Mehrkosten und Mindereinnahmen möglichst gut, einheitlich und nachvollziehbar zu erfassen.

Die Empfehlungen bauen auf dem Kontenplan und der Kostenrechnung von CURAVIVA Schweiz auf. Institutionen, die andere Instrumente verwenden, können die Empfehlungen analog umzusetzen.



Finanzielle Hilfe für ausserordentliche Kosten

Bei Liquiditätsengpässen sind die Standortkantone zu kontaktieren. Alternativ können Überbrückungshilfen des Bundes bei der Hausbank beantragt werden. Wichtig: Allfällige kantonale Vorgaben sind vorrangig.

 

Lobbying für die Übernahme der Corona-bedingten Mehrkosten

  • In einem Gesuch an die SODK fordern INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz, dass die Kantone zu Gunsten der sozialen Institutionen die finanziellen Lücken schliessen sollen. 
  • INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und senesuisse haben zudem bei den Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates SGK-S sowie des Nationalrates SGK-N interveniert und verlangt, dass die Corona-bedingten Mehrkosten der Institutionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf abgegolten werden. Sie konnten lediglich Teilerfolge erzielen. INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz prüfen deshalb weitere Schritte auf politischer Ebene

 

Haben Sie eine Frage?
Nehmen Sie Kontakt auf.
Hotline-Tel. 031 385 33 39
Hotline-Mail: hotline@curaviva.ch

 


Überbrückungskredit beantragen

covid19.easygov.swiss


Infoline EasyGov | Für Fragen zu Überbrückungskredite
Von Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr erreichbar.
Tel. 058 467 11 22‬


Erklärvideo


Medienmitteilungen des Bundesrats

 


Bereits anerkannte Einsatzbetriebe für Zivis können mit einer pragmatischen, schnellen Unterstützung durch das zuständige Regionalzentrum rechnen, wenn sie kurzfristig einen Zivi aufbieten oder einen Einsatz verlängern möchten.

ZIVI | Informationen für Einsatzbetriebe

 

Wie bieten Sie Zivis auf?